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Martin Rütter

Gestern Nachmittag mitn Pampers-Panzer bei Regen zwei Stunden nach Wien. Gesehen: Niederlage von Sturm gegen Austria Wien und Vortrag von Martin Rütter. In der Nacht bei Regen und Nebel wieder zwei Stunden zurück. Hat es sich ausgezahlt? In jedem Fall. Gut wir klammern die Sturm-Niederlage mal aus, aber Martin Rütter ist der Hit. Ach ja… es gibt ja Leute die kennen den vielleicht gar nicht. Marting Rütter: Tierpsychologe, Hundetrainer, hat einige Bücher geschrieben (u.a. Hund-Deutsch) und macht auf VOX die Serie “Der Hunde-Profi”. 2000 Leute in der Stadthalle und nach den ersten einleitenden Sätzen dachte ich mir “Ach du Scheiße (um das Geld kann ich mir zwei Sturm Kicks anschauen)”. Aber das war gleich vorbei. Nach ein paar Minuten war Tränen lachen angesagt und das für die nächsten fast zwei Stunden. Gelernt/gehört? Nicht viel neues. Aber einiges mit AHA-Erlebnis, also eingeprägt. Absolut empfehlenswert. Wir vergeben 5/5 Pitbulls.

Clickertraining

Ich bin ja kein Freund von Hundeschulen, zumindest nicht so wie ich sie bis dato kennen gelernt habe. Deshalb werde ich auf die Begleithundeprüfungen verzichten und meiner Kimmy im zweiten Bildungsweg (sprich im Hausunterricht) alles beibringen, was sie für ihr Leben braucht. Ohne Clicker geht dabei gar nichts. Der Knackfrosch ist aus der Arbeit mit unserem Hund einfach nicht mehr wegzudenken.
Der Clicker ermöglicht:

  • Zeitnahe Bestärkung – Einem Hund fünf Sekunden nach einer richtigen Verhaltensweise ein Leckerli ins Maul zu stopfen bringt überhaupt nichts.
  • Entfernte Bestärkung – Auch den Hund aus größerer Entfernung mit Leckerlis zu bewerfen bringt nichts
  • Eindeutige Bestärkung -  Der Clicker klingt immer gleicht und das ist wahnsinnig wichtig. Für den Hund ist “super”, “suuper”, “suuuper” nicht das gleiche und ”bravo”, ”toll”, “gut gemacht” schon gar nicht.  
  • Positive Bestärkung – Es wird positives Verhalten belohnt und nicht negatives bestraft. Das führt zu einem viel angenehmeren und harmonischeren Umgang mit dem Hund

Für die, die es noch gar nicht kennen ist das folgende Video ein sehr guter Einstieg.

Gemütlich – Höhle – Auf Wiedersehen

Häh?
Die Gorilla-Dame Koko kann sich mit Handzeichen (etwa 1000 Begriffe) mitteilen und versteht um die 2000 englische Wörter. “Gemütlich – Höhle – Auf Wiedersehen” sagt sie z.B. sehr philosophisch auf die Frage nach dem Tod. Auf die Frage “Was unterscheidet Koko von anderen Menschen” antwortet sie “Koko Gorilla”. Sehr interessante Stories und Videos von Koko (und die Möglichkeit ihre Gattung zu unterstützen) findet man auf http://www.koko.org.

Was hat das mit unserer Kimselinde zu tun?
Sehr viel, denn auf http://www.koko.org/news/news_090706_Dog_Lang_Board.html wird auch ein Language Board für Hunde vorgestellt. Ähnlich wie es für Koko funktioniert hat, wurde damit den Hunden Rikki und Red das Sprechen beigebracht.

Oh Gott, ich ahne was kommt.
Genau. Auf die Frage wie ich meinen Hund geistig beschäftige werde ich zukünftig antworten: “Kimmy lernt sprechen“.

Dog Language Board (small, left)Dog Language Board (small, right)

Partner auf vier Pfoten

Seit heute nehmen wir individuelle Betreuung für unsere Kimmy in Anspruch. Nicht, weil wir uns nicht mehr zu helfen wissen sondern, weil uns die Beschäftigung mit unserem Hund Spaß macht und wir so viel wie möglich lernen wollen. Mit einigen neuen Übungen, aber auch mit dem Wissen bei weitem nicht alles richtig zu machen, haben wir die erste von vorerst fünf Einheiten beendet. Kimmy ist glücklich mit ihrer ‘Privatlehrerin’.
Partner auf Vier Pfoten (Graz/Neudau)
http://www.partneraufvierpfoten.com

Einer mit Steuermann

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Obwohl ich mit dem Paddel arbeiten musste und es sich meine beiden Damen einfach nur gut gehen liessen, wars ein super Nachmittag. Kajakfahren ist an und für sich schon eine sehr entspannende Angelegenheit, aber mit Hund an Bord machts nochmal doppelt Spaß. Kimmy lag die meiste Zeit ganz gemütlich am Bug und hat nur ab und zu mal die Nase ins Wasser gehalten. Graureiher und Eisvogel machten den Begleitschutz und Kimsi ist nur einmal baden gegangen. Das Ufer erschien einfach näher als es in Wirklichkeit war. Kajaken kann ich jedem Hundebesitzer ans Herz legen.
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Wie alles begann (2)

Ich würde sagen, dass wir uns etwa eine Woche lang intensiver mit der Idee beschäftigten uns einen eigenen Hund anzuschaffen. Ein wenig Hundeerfahrung hatten wir durch unsere Spaziergänge mit den Arche Noah Hunden. Es stand fest, dass es ein ruhiger Hund sein wird, der wenig Bewegung braucht und sich mit unseren Katzen verstehen muss. Ein Cocker-Spaniel-Mischlings-Welpe hat uns auch prompt via Internet verzaubert und wärs vermutlich auch geworden, wenn wir vor dem Besichtingungstermin nicht noch einmal unsere Arche Noah Hunde besucht hätten.

“Mei is der lieb, aber wir hätten gern nen Welpen wegen der Katzen.”
“Wir haben den auch in klein”
“Mei. Entzückend. Zwickt aber a bisserl, gell?!”
“Könnts sie übers Wochenende mitnehmen, auf Probe.”
“Juhuuuuu.”

Am Samstag 14.01.2009 war es dann so weit:
Statt dem ruhigen, katzenliebenden Anfängerhund betrat ein braunes Etwas der Rasse Pitbull-Terrier (damals eindeutig auf der dunklen Seite der Macht) erstmals die Wohnung.

Aber eine Schönheit war sie schon damals, oder?!
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Wie alles begann (1)

Wenn jemand unser Mäderl so richtig in Action erlebt, kann es schon sein dass man an unseren Erziehungsmethoden zweifelt. Das taten wir auch schon, sind aber mittlerweile davon überzeugt das richtige zu tun. Nicht weil wir einen braven Hund haben, sondern ganz im Gegenteil, weil wir die Ausgeburt der Hölle bei uns aufnahmen und uns durch eine sehr harte Zeit mit ihr gekämpft haben. Mittlerweile haben wir einen ganz herzeigbaren Hund (Tendenz steigend) und deshalb traue ich mich und werde in diesem Blog auch ein paar Tipps zur Erziehung geben.

Meine Kimmy ist mittlerweile 8 Monate alt und vor 6 Monaten war alles noch ganz anders…